Sofortkontakt: 0231 98949780

Urheberrecht

Kernpunkt des Urheberrechts ist der Begriff des „Werks“ auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst. Das UrhG (Urheberrechtsgesetz) definiert ein Werk als persönliche geistige Schöpfung (§ 2 Abs. 2 UrhG). Persönlich ist eine Schöpfung nur, sofern sie auf die gestalterische Leistung eines Menschen zurückzuführen ist. Der Leistung muss ein gewisses Maß an „Schöpfungshöhe“ zukommen. Dies ist dann der Fall, wenn sie eine Gestaltungshöhe erreicht, die es nach Auffassung der für Kunst empfänglichen und mit Kunstanschauungen einigermaßen vertrauten Kreise rechtfertigt, von einer „künstlerischen“ Leistung zu sprechen. Geschützt ist auch die sog. „kleine Münze“. Dieser Begriff bezeichnet die unterste Grenze eines gerade eben noch urheberrechtlich geschützten Werkes, welches über eine lediglich geringe schöpferische Ausdruckskraft verfügt. Die Grenzziehung zur nicht geschützten Leistung ist hier oft schwierig. Die Leistung muss jedenfalls einen individuellen geistigen Inhalt vorweisen, der sich in einer sinnlich wahrnehmbaren Formgestaltung konkretisiert. Er muss sichtbar, hörbar oder fühlbar sein. Bloße Ideen sind also nicht geschützt.

Als Beispiele von geschützten Werken nennt das Gesetz insbesondere

1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;

2. Werke der Musik;

3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;

4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;

5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;

6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;

7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

Das Urheberrecht an einem Werk entsteht durch die Erbringung der Schöpfung an sich. Es ist (im Gegensatz zu anderen gewerblichen Schutzrechten wie etwa dem Markenschutz) kein formelles Verfahren - kein Antrag, keine behördliche Prüfung und keine Registrierung - erforderlich. Dies hat den Nachteil, dass der Bestand des Urheberrechts erst im Verletzungsprozess geprüft wird und für den Urheber daher stets Unsicherheiten im Hinblick auf die von ihm verfolgten Ansprüche bestehen.

Bei der Verletzung des Urheberrechts stehen dem Urheber insbesondere die in § 97 UrhG normierten Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz zur Seite.

Vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens soll der Urheber den Verletzer zunächst im Wege einer Abmahnung auf Unterlassung in Anspruch nehmen abmahnen und ihm Gelegenheit geben, den Streit durch Abgabe einer mit einer ausreichend strafbewehrten Unterlassungserklärung beizulegen (§ 97a UrhG).

Fragen zum Urheberrecht? ⇒ 0231 98949780

Rechtsanwalt Lütgendorf berät Sie zum Schutz, zur Kommerzialisierung und zur Verwertung von Urheberrechten. Er ist dabei behilflich, die Rechte der Urheber außergerichtlich wie gerichtlich durchzusetzen und Urheberrechtsverstöße zu unterbinden - online wie offline.

Rechtstipps

Bewertungen

Rechtsanwalt Lütgendorf

 

Fax: 0231 292731071

Mail: info@rechtsanwalt-luetgendorf.de

Bürozeiten

  • Montag - Donnerstag: 9:00 - 17:00
  • Freitag: 9:00 - 14:00